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Notfallversorgung durch Tele-Notärzte

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Nicht immer ist in Notfällen sofort eine Ärztin oder ein Arzt zur Stelle. In einigen Regionen mangelt es auch an Notärztinnen und Notärzten. Telemedizinische Notdienste können die zeitnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern.

Auf einen Blick

  • Telemedizinische Notärztinnen und Notärzte tragen dazu bei, die Überlebens- und Heilungschancen von Patientinnen und Patienten im Notfall zu verbessern.
  • Tele-Notärzte unterstützen aus der Ferne die Rettungskräfte am Einsatzort, wenn dort kein Notarzt verfügbar ist.
  • In Regionen mit wenigen Notärzten können Menschen mittels zusätzlichem Tele-Notarzt zuverlässiger versorgt werden.
  • Als Tele-Notärzte werden besonders erfahrene und speziell geschulte Notärzte eingesetzt.
Rettungskräfte untersuchen einen Notfallpatienten mit einem EKG Rettungskräfte untersuchen einen Notfallpatienten mit einem EKG

Wie unterstützt Telemedizin bei Notfällen?

In medizinischen Notfällen zählt oft jede Sekunde, um Leben zu retten oder bleibende Schäden zu vermeiden. Aber nicht in allen Regionen können Notärzte den Einsatzort zeitnah erreichen. Mit Hilfe der Telemedizin kann die Patientenversorgung in Notfällen verbessert werden. Tele-Notärztinnen und Tele-Notärzte unterstützen dafür von der Leitstelle aus die Rettungskräfte vor Ort. Sie helfen bei der Diagnosefindung und leiten aus der Ferne die Behandlung an. So können viele Notfälle wie zum Beispiel Blutdruck-Entgleisungen mit Unterstützung einer Tele-Notärztin oder eines Tele-Notarztes angemessen versorgt werden.

Was machen Tele-Notärztinnen und Tele-Notärzte?

Wenn ein Rettungswagen zu einem Notfall geschickt wird, ist häufig kein Arzt an Bord. Die Leitstelle entscheidet nach den Informationen der Anruferinnen und Anrufer, ob sie zusätzlich zu den Rettungsassistenten eine Notärztin oder einen Notarzt anfordert. Diese fahren unabhängig vom Rettungswagen zum Einsatzort und treffen häufig erst später ein. In vielen Situationen kann es aber auch sinnvoll sein, dass eine Tele-Notärztin oder ein Tele-Notarzt aus der Ferne die anwesenden Rettungskräfte vor Ort unterstützt.

In Deutschland haben Rettungsassistentinnen und -assistenten eingeschränkte Befugnisse zur Behandlung von Patientinnen und Patienten und zur Gabe von Medikamenten. Durch das Einbeziehen eines Tele-Notarztes oder einer Tele-Notärztin kann die Einschätzung der Notlage und eine erforderliche Behandlung früh und sicher erfolgen. Die Tele-Notärzte tragen dabei die Verantwortung für die eingeleitete Behandlung.

In ländlichen Regionen gibt es oft nur wenige Notarztstellen, die große Gebiete abdecken müssen. Und auch in kleineren Einsatzgebieten im urbanen Raum kann die Verkehrslage die Erreichbarkeit des Einsatzortes einschränken. Um trotzdem im Notfall schnelle ärztliche Einschätzungen und Behandlungen zu ermöglichen, setzen daher immer mehr Kommunen zusätzlich zum herkömmlichen Rettungswesen Tele-Notärzte ein.

Wie funktioniert die Hilfe durch Tele-Notärztinnen und -ärzte?

Tele-Notärzte unterstützen die anwesenden Rettungskräfte aus der Ferne medizinisch und organisatorisch. Sie sind durch eine Live-Schaltung mit dem Rettungswagen verbunden. Die Rettungskräfte können dem Tele-Notarzt wichtige Informationen und Daten zum Blutdruck, zur Herzfunktion (EKG) und Atmung der Patientinnen und Patienten übertragen. Durch diese Zusammenarbeit kann die Tele-Notärztin oder der Tele-Notarzt die Rettungsteams vor Ort bei einer Einschätzung der Notfallsituation beraten und Behandlungen anleiten.

Tele-Notärzte werden durch eine Live-Schaltung in Bild und Ton mit dem Rettungswagen verbunden.

Welche Aufgaben übernimmt die Tele-Notärztin oder der Tele-Notarzt?

Zu den Hauptaufgaben einer Tele-Notärztin oder eines Tele-Notarztes gehört die Beratung und Anleitung der Rettungskräfte vor Ort. Tele-Notärzte können:

  • bei der Diagnosefindung helfen
  • Behandlungen genehmigen, etwa die Gabe von Medikamenten
  • in Absprache mit den Rettungskräften bei Bedarf nachträglich eine Notärztin oder einen Notarzt zum Einsatzort bestellen
  • die Notärztin oder den Notarzt am Einsatzort bei Entscheidungen beraten
  • das Eintreffen der Patientinnen und Patienten in der jeweiligen Klinik ankündigen
  • bei Weitertransporten und Verlegungen von Patientinnen und Patienten in ein anderes Krankenhaus beraten und begleiten

Bei welchen Notfällen können Tele-Notärzte helfen?

In Notfällen ohne akute Lebensgefahr übernimmt eine Notärztin oder ein Notarzt insbesondere die medizinische Beurteilung, die Anordnung von Behandlungen, beispielsweise die Gabe von Medikamenten, oder die Entscheidung, ob ein Transport ins Krankenhaus erfolgen soll. Diese Aufgaben können auch von Tele-Notärzten übernommen werden. Tele-Notärzte können so zum Beispiel bei folgenden Situationen unterstützen:

  • Blutdruck-Entgleisungen
  • Unterzuckerungen
  • Schmerzbehandlung von Verletzungen ohne Lebensgefahr
  • Schlaganfall ohne Bewusstlosigkeit

Studien und Erfahrungen aus der bisherigen Versorgung haben gezeigt, dass nicht lebensbedrohliche Notfälle von Tele-Notärzten mindestens genauso gut versorgt werden wie von einer Notärztin oder einem Notarzt vor Ort.

Gut zu wissen: Mitunter müssen Notärzte praktisch eingreifen, beispielsweise bei lebensbedrohlichen Verletzungen oder Bewusstlosigkeit. In solchen Fällen ist eine telemedizinische ärztliche Versorgung nicht ausreichend, kann aber überbrückend bis zum Eintreffen eines Notarztes vor Ort eingesetzt werden.

Benötigen Tele-Notärzte eine spezielle Ausbildung?

Tele-Notärztinnen und Tele-Notärzte sind erfahrene, speziell geschulte Mediziner. Vor einem Einsatz als Tele-Notarzt muss eine Ärztin oder ein Arzt mehr als 500 reguläre Notfall-Einsätze durchgeführt und notfallmedizinische Zusatzqualifikationen erworben haben. Ärzte werden entsprechend geschult, bevor sie als Tele-Notärztin oder Tele-Notarzt tätig sein können.

  • Bergrath S, Müller M, Rossaint R et al. Guideline adherence in acute coronary syndromes between telemedically supported paramedics and conventional on-scene physician care: A longitudinal pre-post intervention cohort study. Health Informatics J. 2019 Dec;25(4):1528-1537.
  • Brinkrolf, P., Kuntosch, J., Metelmann, B., Metelmann, C., Hahnenkamp, K., Süss, R., Hasebrook, J. P., & Fleßa, S. (2022). Ist das Telenotarzt-System eine sinnvolle Ergänzung im ländlichen Raum? – Eine Analyse aus medizinischer und ökonomischer Perspektive. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, 65(10), 1007–1015.
  • Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI). S2e-Leitlinie Telemedizin in der prähospitalen Notfallmedizin. AWMF Registernummer 001-037, Version 2.0. Stand 21.06.2025.
  • Follmann A, Schröder H, Neff G et al. Wenn Notarzt und Telenotarzt gemeinsam Leben retten: Eine Fallbeschreibung für die Anwendung der prähospitalen Telemedizin bei einer kreislaufinstabilen ventrikulären Tachykardie. Anaesthesist. 2021 Jan;70(1):34-39.
  • Koncz, V., Kohlmann, T., Bielmeier, S., Urban, B.,  Prueckner, S. (2019). Telenotarzt: Neues Versorgungskonzept in der Notfallmedizin. Der Unfallchirurg. 122.
  • Schröder, H., Beckers, S. K., Borgs, C., Rossaint, R., & Felzen, M. (2023). Update Telenotfallmedizin : Status quo und Ausblick. Die Anaesthesiologie, 72(7), 506–517.
  • Uniklinik RWTH Aachen. Der Telenotarzt. Aufgerufen am 25.06.2024.
  • Uniklinik RWTH Aachen. Aufgaben des Telenotarztes im 24/7-Dienst. Aufgerufen am 25.06.2024.

Stand: 11.08.2025

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