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Blumenkohlohr

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ICD-Codes: M95.1 Was sind ICD-Codes?

Bei einem Schlag auf das Ohr kann ein Bluterguss in der Ohrmuschel zwischen Knorpelhaut und Knorpel entstehen. Knorpelgewebe wuchert und bildet blumenkohlähnliche Strukturen. Frühzeitig behandelt, lässt sich ein solches Blumenkohlohr verhindern.

Auf einen Blick

  • Ein Blumenkohlohr ist eine dauerhafte Veränderung der Ohrmuschel.
  • Ursache hierfür ist ein unbehandelter Bluterguss, der durch einen kräftigen Schlag auf das Ohr entstehen kann.
  • Verletztes Gewebe wuchert und bildet neuen Knorpel, welcher der Ohrmuschel ein blumenkohlartiges Aussehen verleiht.
  • Kampfsportlerinnen und Kampfsportler haben besonders häufig ein Blumenkohlohr.
  • Wird der Bluterguss zügig behandelt, beugt das der Bildung eines Blumenkohlohrs vor.

Hinweis: Die Informationen dieses Artikels können und sollen einen Arztbesuch nicht ersetzen und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.

Foto eines Blumenkohlohrs mit gewuchertem Knorpel Foto eines Blumenkohlohrs mit gewuchertem Knorpel

Was ist ein Blumenkohlohr?

Ein Blumenkohlohr ist eine bleibende Verformung der Ohrmuschel. Sie tritt auf, wenn die Ohrmuschel beispielsweise durch einen Schlag verletzt wird und sich ein Bluterguss (Hämatom) bildet.

Bleibt dieser Bluterguss unbehandelt, wird der Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt – er kann sich verformen oder sogar teilweise absterben. Außerdem wird der Bluterguss zunächst durch weiches Bindegewebe, später durch Knorpelgewebe ersetzt. Dadurch entstehen typische Veränderungen der Ohrmuschel, die der Oberfläche eines Blumenkohls ähneln.

Zu Blutergüssen im Ohr kommt es insbesondere beim Kontakt- und Kampfsport ohne Kopfschutz.

Zu Blutergüssen im Ohr kommt es insbesondere beim Kontakt- und Kampfsport ohne Kopfschutz.

Ein Blumenkohlohr ist in der Regel ein kosmetisches Problem. Manche Menschen empfinden die Verformung der Ohrmuschel als störend. Nur selten bilden sich Narben. Auch Komplikationen wie Infektionen oder Risse der Ohrmuschel sind selten.

Woran erkennt man ein Blumenkohlohr?

Besonders auffällig bei einem Blumenkohlohr sind die knotigen Wucherungen an der Ohrmuschel, wodurch diese geschwollen und verformt erscheint.

Mögliche weitere Symptome sind:

  • Schmerzen
  • rötliche oder bläuliche Verfärbungen
  • Schwellungen durch eingelagerte Flüssigkeit (Ödeme)

Wodurch entsteht ein Blumenkohlohr?

Ein Blumenkohlohr entwickelt sich meist als Folge eines kräftigen Schlags auf das Ohr. Dazu kommt es häufig beim Kontakt- und Kampfsport, insbesondere beim Rugby, Wrestling, Ringen oder Boxen.

Dabei wird die Haut um den Knorpel verletzt. In der Folge sammelt sich Blut zwischen Knorpelhaut und Knorpel – ein Bluterguss entsteht. Das führt dazu, dass der Knorpel nicht mehr ausreichend mit frischem Blut versorgt wird und stellenweise absterben kann.

Bleibt ein solcher Bluterguss unbehandelt, wird er nach und nach durch Bindegewebe und später neugebildetes Knorpelgewebe ersetzt. Dadurch verdickt sich die Ohrmuschel und erscheint geschwollen, ähnlich der Form eines Blumenkohls.

Wie diagnostiziert man ein Blumenkohlohr?

Kommen Menschen mit Verdacht auf ein Blumenkohlohr in die Praxis, befragen Ärztinnen und Ärzte sie zunächst in einem Gespräch (Anamnese), ob es kürzlich einen Unfall oder einen Schlag auf das Ohr gab. Anschließend untersuchen sie das Ohr und die Ohrmuschel, um Schwellungen und Verfärbungen festzustellen.

Weitere Untersuchungen wie ein Ultraschall oder eine Computertomographie (CT) kommen infrage, um andere Verletzungen auszuschließen.

Wie wird ein Blumenkohlohr behandelt?

Je eher man Blutergüsse in der Ohrmuschel behandelt, desto besser verhindert man ein Blumenkohlohr.

Je eher man Blutergüsse in der Ohrmuschel behandelt, desto besser verhindert man ein Blumenkohlohr.

Damit sich der Bluterguss nicht ausbreitet, ist es wichtig, ihn sofort zu kühlen und etwa mithilfe eines Kompressionsverbands zusammenzudrücken.

Schmerzmittel können die akuten Beschwerden lindern.

Aus kleineren Blutergüssen saugen Ärztinnen und Ärzte mit einer Nadel überschüssiges Blut ab. Dies geschieht unter lokaler Betäubung. 

Ist der Bluterguss größer oder besteht er bereits seit mehr als zwei Tagen, ist häufig ein operativer Eingriff nötig. Dabei entfernt die Ärztin oder der Arzt unter lokaler Betäubung flüssiges und geronnenes Blut.

Dadurch kann sich die Knorpelhaut wieder an den Knorpel anlegen und ihn über die Blutgefäße mit frischem Blut versorgen. Unterstützend legt man einen Kompressionsverband an. Dieser verhindert, dass Blut zwischen Knorpel und Knorpelhaut nachläuft und es zu einem neuen Bluterguss kommt.

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In Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Stand: 09.08.2021
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