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Apps auf Rezept – Unterstützung bei Krebserkrankungen

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  • Inhalt

  • Auf einen Blick
  • Einleitung
  • DiGA bei Brustkrebs
  • DiGA bei Prostatakrebs
  • Auswahl der App
  • Weitere Informationen
  • Quellen

Apps auf Rezept sollen Menschen mit bestimmten Krebserkrankungen unterstützen. Durch ausgewählte Informationen zur Erkrankungen und spezielle Übungen können sie helfen, einen Umgang mit der Erkrankung und ihren Folgen zu finden.

Auf einen Blick

  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind Gesundheits-Apps und Webanwendungen, die auf Rezept erhältlich sind.
  • Sie können die Behandlung bei bestimmten Krebserkrankungen ergänzen.
  • Es gibt beispielsweise DiGA für Brustkrebs und für Prostatakrebs.
  • Die meisten DiGA vermitteln als Grundlage Wissen über die Krebserkrankung.
  • Oft kann man Informationen eintragen, zum Beispiel zum Krankheitsverlauf oder Behandlungsfortschritt. 
Eine Frau sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und hält ein Smartphone in der rechten Hand. Eine Frau sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und hält ein Smartphone in der rechten Hand.

Was sind Apps auf Rezept?

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden auch als Apps auf Rezept oder Gesundheits-Apps bezeichnet. DiGA sind verschreibungsfähige mobile Apps oder Webanwendungen mit einem medizinischen Zweck. Solche Apps können die Behandlung bestimmter Krebserkrankungen ergänzen und helfen, einen Umgang mit dem Krebs und seinen Folgeerscheinungen zu entwickeln.

Es gibt Apps auf Rezept zur Ergänzung der Behandlung von

  • Brustkrebs
  • Prostatakrebs 

Alle aktuell erstattungsfähigen, per Rezept erhältlichen Apps finden Sie im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). 

Wie kann eine App die Therapie bei Brustkrebs ergänzen?

Es gibt verschiedene digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die die Behandlung bei Brustkrebs unterstützen sollen. Die Apps können die Lebensqualität verbessern und Folgen der Krebserkrankung wie beispielsweise andauernde Erschöpfung lindern.

Die Apps können die Lebensqualität verbessern und Folgen der Krebserkrankung lindern.

Die Apps bieten unter anderem verständliche Informationen zu individuellen Beschwerden und praktische Tipps. Außerdem sind verschiedene Anleitungen enthalten, mit denen man bestimmte Bewegungsübungen und die eigene Achtsamkeit trainieren kann. So unterstützt die App die psychische Gesundheit und die Lebensqualität. Man kann in der App zudem Beschwerden dokumentieren und Verlaufsprotokolle abrufen. 

Wie kann eine DiGA bei Prostatakrebs unterstützen?

Es gibt eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA), die Patienten mit Prostatakrebs vor und nach einer Operation unterstützen soll. Nach einer solchen Operation kann es vorkommen, dass Erektionsstörungen oder eine Blasenschwäche auftreten. Die App soll durch ein spezielles Training des Beckenbodens helfen, diese Beschwerden zu lindern.

Das Training besteht aus verschiedenen Übungen, die durch Videos veranschaulicht werden. Außerdem gibt es in der App Entspannungsübungen und Tipps, um beispielsweise mit Stress umzugehen. Die Anwendung bietet auch Hintergrundwissen zur Erkrankung, Alltagstipps und die Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu dokumentieren.

Welche App auf Rezept ist für Sie die richtige?

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können die Therapie bestimmter Krebserkrankungen ergänzen. Es gibt allerdings auch persönliche Gründe, die gegen die Nutzung einer solchen App sprechen können. Ob eine bestimmte DiGA für Sie geeignet ist, sollten Sie am besten zusammen mit einer Ärztin oder einem Arzt beziehungsweise einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten entscheiden.

Zugang zu einer DiGA erhält man mit einem Rezept, welches eine Ärztin oder ein Arzt, eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut ausstellt. Die Beantragung einer DiGA ist aber auch direkt bei der Krankenversicherung möglich. Dazu braucht man mitunter  ein Dokument, das die entsprechende Diagnose bescheinigt. Dieses Dokument muss man dann bei der Versicherung einreichen.

Wichtig zu wissen: Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine DiGA nicht immer. Es hängt von der jeweiligen Krankenversicherung und dem abgeschlossenen Tarif ab, ob die Kosten übernommen werden. Wenden Sie sich als Mitglied einer privaten Krankenversicherung am besten im Vorhinein an die Versicherung und klären, ob eine Kostenübernahme möglich ist. 

Falls es mehrere DiGA zu Ihrer Erkrankung gibt, vergleichen Sie die Inhalte der Apps im DiGA-Verzeichnis. Auf dieser Grundlage können Sie gemeinsam mit Ihrer Behandlerin oder Ihrem Behandler einschätzen, welche DiGA am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.  

Wo kann ich mich noch über Apps auf Rezept informieren?

Falls Sie Fragen zum Zugang zu einer DiGA oder zu deren Zulassung, Bedienung oder Sicherheit haben, lesen Sie den einführenden Beitrag Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Apps auf Rezept.

Folgen von Krebserkrankungen können auch psychische Probleme wie Depressionen oder Schlafstörungen sein. Auch für derartige Beschwerden gibt es DiGA. Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel Apps auf Rezept – Unterstützung bei psychischen Erkrankungen.

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. DiGA-Verzeichnis. Aufgerufen am 15.05.2025.
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Für DiGA-Nutzende. Aufgerufen am 15.05.2025.
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Wissenswertes zu DiGA. Aufgerufen am 15.05.2025.
  • Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Aufgerufen am 15.05.2025. 

Stand: 11.08.2025

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